Ersatzneubau der Freybrücke über die untere Havel-Wasserstraße (UHW) im Zuge der B2/5 in Berlin/Spandau

Die Freybrücke überquert im Zuge der Heerstraße (Bundesstraßen 2 und 5) die Untere-Havel-Wasserstraße und verbindet die Stadtbezirke Spandau und Charlottenburg/Wilmersdorf. Die alte Freybrücke war 100 Jahre alt, ihr Zustand reichte nicht mehr aus und sie musste neu gebaut werden. Dafür wurden zunächst sechs Behelfsbrücken errichtet, dann die alte Brücke abgebrochen, und schließlich eine neue Brücke als Stahlverbundkonstruktion gebaut.

3. und 4. Juni 2016: Einschwimmen, Anhub und Verschweißung des letzten großen Stahlbauteils

An diesem Wochenende wurde das letzte große Stahlbauteil, das sogenannte „Stromfeld“ der neuen Freybrücke, auf dem Wasserweg eingeschwommen, mit Hilfe von Litzenhebern auf die geplante Fahrbahnhöhe eingehoben und danach verschweißt. Damit sind die Bauleistungen zur Herstellung der Stahlbauteile für den Neubau der Brücke abgeschlossen.

Vor Ort war der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel: „Es war die richtige Entscheidung, mit der Behelfsbrückenkonstruktion den Verkehr aufrecht zu erhalten und gleichzeitig mit einer hochkomplexen Montageabfolge eine neue leistungsfähige Freybrücke zu errichten. Mit dem Ersatzneubau der Freybrücke wird ein wesentlicher Beitrag zur Instandsetzung und damit zur Aufrechterhaltung des bestehenden Straßennetzes geleistet.“

Die Freybrücke ist eine sehr wichtige Verkehrsverbindung in Berlin; über die spektakuläre Aktion berichteten zahlreiche Medien aus Berlin und dem Umland: Die Links zu den Artikeln finden Sie hier.

160 m Länge der alten Freybrücke (Stützweite der Überspannung der Unteren Havel-Wasserstraße)
    Behelfsumfahrung:
11.600 Erdarbeiten
1.400 Betonarbeiten
 465  t Betonstahl
855 m Großbohrpfhäle
1.000 m Verankerung
1.200 Spundwand
1.800 Straßenbauarbeiten
8.000 m Leitungsbau
     
    Abbruch alte Freybrücke:
1.700 t Stahlabbruch
2.100 Betonabbruch
3.400 Brückenbelag
3.500 Straßenaufbruch
14.000 Erdarbeiten
10.460 m Leitungsbau
     
    Ersatzneubau:
1.575 t Stahlkonstruktion
2.500 Erdarbeiten
3.650 Betonarbeiten
1.030 t Betonstahl
1.400 m Großbohrpfähle
2.500 m Verankerung
4.200 Spundwand
11.000 Straßenbauarbeiten
7.000 m Leitungsbau


Maße und Gewicht des Stromfeldes:

61 m Länge
24 m Breite
2,4 m Höhe
400 t Gewicht

Bausumme: 
22.000.000,00 EUR (netto)
Bauzeit:
2013 - 2016
Auftraggeber:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt